Januar 2021

BMWI legt Entwurf des TTDSG vor: Gravierender systematischer Fehler - Entwurf nimmt falsche Weichenstellung vor

Mit dem Entwurf eines Gesetzes über den Datenschutz und den Schutz der Privatsphäre in der Telekommunikation und bei den Telemedien sowie zur Änderung des Telemediengesetzes möchte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) nach eigenen Angaben die bislang geltenden Bestimmungen in diesen Gesetzen mit der DSGVO und der sog. eprivacy Richtlinie in der Fassung von 2002 in deutsches Recht umsetzen.
Einige Wochen nach dem Telekommunikationsmodernisierungsgesetz (TKMoG) legt das BMWI damit einen zweiten Gesetzentwurf vor, der eigentlich die Grundsätze in der gesamten elektronischen Kommunikation in Deutschland regeln sollte.
Zugrunde liegen nicht nur die eprivacy – über eine Novellierung dieser EU-Richtlinie aus 2002 laufen die Verhandlungen in Brüssel seit nunmehr vier Jahren und stecken mit einem vom EU-Parlament abgesegneten Entwurf seit gut zwei Jahren im Rat fest – sondern auch der EU-Telekom-Kodex, der wesentliche Voraussetzungen des TKMoG und des TTDSG enthalten.

Will das Ministerium mit dem TKMoG die Teilnehmerverzeichnisse als Universaldienstleistung streichen, geht es mit dem TTSDG sogar noch einen Schritt weiter in Richtung Steinzeit und Marktbenachteiligung: Einen Eintrag in einem Teilnehmerverzeichnis sollen nur noch „Inhaber von Teilnehmeranschlüssen“, also Nutzer eines Festnetzanschlusses „eines nummerngebundenen interpersonellen Telekommunikationsdienstes“ beantragen können.
Für Nutzer von Mobilfunkanschlüssen - immerhin telefoniert rund ein Fünftel der Deutschen nur noch übers Smartphone und hat keinen Festnetzanschluss mehr – oder gar anderer, moderner Kommunikationsplattformen steht diese Möglichkeit, gefunden zu werden, augenscheinlich nach dem Willen des BMWI zukünftig nicht mehr zur Verfügung. Diese sollen dann wohl auf Plattformen wie Facebook oder andere zum Teil sogar kostenpflichtige Netzwerke ausweichen müssen.
Dies widerspricht eklatant dem ausdrücklichen Willen des EU-Gesetzgebers, der sich in allen zugrunde liegenden Vorschriften grundsätzlich auf „elektronische Kommunikation“ und hinsichtlich der Rechtsfolgen, Rechte und Pflichten nicht nur auf Nutzer und Anbieter von „Telekommunikation“ oder gar Festnetzanschlüsse bezieht.
In Zeiten, in denen OTT wie Facebook via WhatsApp und jetzt auch der neue Dienst Clubhouse die Kommunikationsdaten der Deutschen im großen Stil abgreifen oder schon abgegriffen haben, bedeutet der in vielen Punkten nicht nachvollziehbare Entwurf des BMWI eine weitere schwere Markt-Benachteiligung für die klassischen Anbieter der Teilnehmerverzeichnis- und Auskunftsdienste, denen aufgrund der äußerst restriktiven Eintragungsvoraussetzungen nur rund 5 % der Mobilfunk- und 70 % der Festnetz-Kommunikationsdaten zur Verfügung stehen. Gerade in Zeiten der Pandemie, in denen die Teilnehmerverzeichnisse z. B. auch für die Kontakt-Nachverfolgung genutzt werden, sollten die Eintragungshürden für die Nutzer gesenkt werden, ohne deren berechtigte Datenschutzinteressen zu vernachlässigen. Dafür könnte durchaus auch ein einfach zu nutzendes Widerspruchsrecht der Nutzer ausreichen, das durchaus mit den Grundsätzen des DSGVO in Einklang zu bringen wäre.
Mehr oder weniger direkt unterstützt das BMWI damit die Geschäftsmodelle der OTT, statt sie auch hier, wie durch die gerade erst verabschiedete GWB-Novelle, einzuschränken bzw. zumindest für alle Marktteilnehmer hinsichtlich des Zugangs zu Kommunikationsadressen ein level playingfield, also mehr oder weniger identische Rahmenbedingungen zu schaffen.
Dass das BMWI auch im Entwurf des TTDSG am Antragserfordernis festhält, obwohl diese Voraussetzung weder in der DSGVO, noch in einer der EU-Vorschriften als Rechtsinstitut und Eintragsvoraussetzung vorgesehen sind, zeigt auch hier die Fokussierung auf Altes, statt zukunftsorientiert Rahmenbedingungen für eine moderne Kommunikationsgesellschaft zu schaffen, in der elektronische Angebote vielfacher Form längst state of the art sind.

Dass darüber hinaus die Vorschriften des alten § 47 TKG, die in erster Linie die Verpflichtungen der Carrier und Provider gegenüber den Betreibern von Teilnehmerverzeichnis- und Auskunftsdiensten betreffen, nun im TTDSG statt im TKMoG geregelt werden sollen, obwohl sie mit Datenschutz überhaupt nichts zu tun haben, bezeichnen Experten als schweren Fehler in der Systematik der Gesetze.
Der VDAV hat eine ausführliche Stellungnahme zum Entwurf des TTDSG gefertigt, die hier beigefügt ist.

Der Gesetzentwurf des BMWI muss noch innerhalb der Bundesregierung abgestimmt werden, bevor Bundestag und Bundesrat das Gesetz beraten und verabschieden können. Aufgrund der im Herbst anstehenden Bundestagswahlen ist damit zu rechnen, dass das Verfahren beschleunigt abgewickelt werden soll, um das Gesetz bis zum Frühsommer durchzupeitschen.

Teilnehmerverzeichnisse heute wichtiger denn je

Teilnehmer- oder Endnutzerverzeichnisse heißen sie im gesetzgeberischen Kontext, umgangssprachlich werden sie nach wie vor Telefonbücher genannt, egal ob sie als Print- oder digitales Medium (online, mobil oder Skill für Sprachassistenten) angeboten werden.

Bereits seit fast 25 Jahren wird hier nicht mehr jeder Telefoninhaber automatisch gelistet, er muss, egal ob für sein Telefon zu Hause mit Ortsnetzvorwahl oder sein Handy, egal ob für private oder geschäftliche Nutzung, einen Antrag bei seinem Provider stellen.

Dies unterbleibt aus den verschiedensten Gründen – Folge ist der Fall in die Unsichtbarkeit und Unerreichbarkeit für Personen außerhalb des eigenen direkt informierten Netzwerks – in vielen Fällen leicht zu erkennen an der signifikanten Verschlankung von Telefonbüchern in den letzten Jahren.

Bislang waren gedruckte Teilnehmerverzeichnisse als sogenannte Universaldienstleistung Teil der garantierten Grundversorgung der Deutschen in Sachen Telekommunikation.

Diesen Teil der Grundversorgung aller Bürger will das federführende Ministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, unterstützt vom Bundeswirtschaftsministerium, nun ersatzlos abschaffen, genau wie das Fax per Festnetz und die Telefonzellen. Im Gegensatz zu diesen beiden Services gibt es aber für Teilnehmerverzeichnisse kein Substitut, es sei denn, man definiert Angebote wie Google, Facebook oder WhatsApp so.

Die Streichung als Universaldienstleistung gälte aber nicht nur für das gedruckte Telefonbuch, sondern nach dem Willen der Ministerien auch für die digitalen Angebote. Begründung: Teilnehmerverzeichnisse insgesamt seien für die „soziale Teilhabe“ nicht mehr nötig, angesichts ihrer „abnehmenden Bedeutung“ sei eine weitere Privilegierung nicht mehr „verhältnismäßig“, zudem würden die Verzeichnisse ja insbesondere online „marktgesteuert“ angeboten, ein Marktversagen sei nicht abzusehen.

Gerade da liegen die Ministerien grundlegend falsch: angesichts der in den letzten Jahren um 40 % gesunkenen Werbeeinnahmen, mit denen die kostenlosen Verzeichnisse finanziert werden, sind die Tage, an denen zumindest die gedruckten Verzeichnisse nicht mehr überall angeboten werden können, nicht mehr allzu fern. Damit würden gerade Ältere, nicht online-affine Nutzer oder Bewohner der digital unterversorgten Gebiete nicht mehr optimal versorgt werden können.

Wie wichtig aber auch und gerade heute möglichst vollständige Teilnehmerverzeichnisse sind, zeigt u. a. eine Schlagzeile aus der Rheinischen Post vom 7.11.2020: „Kontaktverfolgung mit dem Telefonbuch“. Um Kontaktpersonen von Covid-Infizierten möglichst schnell und einfach informieren zu können, müssen Gesundheits- und Ordnungsämter gerade jetzt auf zuverlässige Kommunikations-Daten zurückgreifen. Und das sind nun einmal die Teilnehmerverzeichnisse.

Statt deren Status zu stützen und die Eintragsmodalitäten – selbstverständlich datenschutzkonform – zu vereinfachen, um möglichst vollständige Kommunikationsverzeichnisse nicht nur für den Krisenfall realisieren zu können, planen die Ministerien nun genau das Gegenteil.

Dabei wäre die Lösung so einfach – die Universaldienstleistung bleibt, statt sie nur auf das Print-Angebot zu beschränken, wird sie auf „Print oder digital“ erweitert, die Eintragungsvoraussetzungen werden vom rein deutschen Weg der Beantragung auf ein DSGVO-konformes Opt-In verändert.

Wenn dann die Teilnehmerverzeichnisse wieder eine größtmögliche Vollständigkeit besitzen und ihre Rolle in jeder Hinsicht – auch etwa zur Nachverfolgung in der Pandemie - erfüllen können, würde auch die täglich wachsende Allmacht der Googles und Facebooks endlich nicht mehr weiter zu Lasten des deutschen Mittelstands zementiert werden.

[vdav] plädiert für die Beibehaltung der Teilnehmerverzeichnisse als Universaldienstleistung

Teilnehmerverzeichnisse stellen die Erreichbarkeit für alle Marktteilnehmer sicher und vermitteln den KMU über 30 Milliarden Euro Umsatz im Jahr

Um die Vorgaben der Richtlinie EU 2018/1972 (EECC), des sog. Telekom-Kodex, umzusetzen, muss u.a. das Deutsche Telekommunikationsgesetz novelliert werden.

Diese Umsetzung soll bis zum Jahresende 2020 vollzogen sein.

Wie wir aus ersten Anhörungen und Gesprächen mit Vertretern der beteiligten Ministerien, des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWI) und des Bundesministeriums für verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) erfahren mussten, ist hier u. a. geplant, die Teilnehmerverzeichnisse zukünftig nicht mehr als Universaldienstleistung einzustufen. Dies entspricht zwar grundsätzlich dem Inhalt des Art. 84 des EU-Telekom-Kodex, jedoch wird den Mitgliedsstaaten in Art. 87 explizit die Möglichkeit eröffnet, anders zu entscheiden, wenn „die Notwendigkeit solcher Dienste angesichts der nationalen Gegebenheiten festgestellt“ wird.

>> Gestaltungsrahmen durch die EU angesichts nationaler Interessen möglich und gewollt

Insbesondere für die 40% der deutschen KMU, die über keine eigene digitale Präsenz verfügen, stellen die Teilnehmerverzeichnisse die einzige Möglichkeit dar, etwa in Suchmaschinen oder anderen digitalen Angeboten von potentiellen Kunden gefunden werden zu können. Diese digitale Teilhabe wird derzeit von keinem anderen Medium abgesichert, nur durch die Teilnehmerverzeichnisse erhalten diese KMU eine kostenfreie Grundsichtbarkeit im Netz.

Zudem verfügen die Teilnehmerverzeichnisse über eine größtmögliche Vollständigkeit und bilden damit im Gegensatz zu anderen digitalen Angeboten ein umfassendes Bild aller in Frage kommenden Anbieter und Kommunikationspartner ab, ohne bestimmte Anbieter oder Branchen zu reglementieren oder gar auszuschließen.

Die etablierten Anbieter haben in den letzten fünf Jahren nicht zuletzt aufgrund der im europäischen Vergleich höchst restriktiven Eintragungsmodalitäten, des zurückhaltenden Verhaltens der Carrier, für die Teilnehmerverzeichnisse lediglich kostenverursachendes Übel sind und den dadurch entstandenen quantitativen Verlust von Eintragungen rund 30% ihrer für die Finanzierung der Angebote notwendigen Werbeumsätze eingebüßt.

Dies könnte kurz- und mittelfristig tatsächlich dazu führen, dass in Gebieten mit sehr geringem Umsatz mit der Einstellung verschiedener Angebote zu rechnen sein könnte. Aufgrund der Marktsituation ist zudem nicht unbedingt damit zu rechnen, dass so zwangsläufig entstehende Versorgungslücken von alternativen Anbietern gedeckt werden könnten.

Die davon betroffenen KMU wären im Netz nicht mehr auffindbar, da ihre Daten nicht publiziert würden.

Daher ist zwischen der Notwendigkeit, die Verzeichnisse in gedruckter Form erscheinen zu lassen und dem Zugang und dem Recht der KMU, diese kostenfrei und ohne zusätzlichen Aufwand auch im Internet zu publizieren, zu unterscheiden.

Im Sinne des Verbraucherschutzes ist zudem eine möglichst große Auswahl gerade an lokalen und regionalen Anbietern als Gegengewicht zu den globalen Plattformdiensten ordnungspolitisch gewollt, zumal auf diese die Daten ohne die Bereitstellung über die Teilnehmerverzeichnisse zum größten Teil ebenfalls nicht mehr zugegriffen werden könnte.

>> Anspruch auf kostenfreie und ungebündelte Sichtbarkeit im Internet für über 40% der KMU in Gefahr - drohender Verlust regionaler Umsätze und Identitäten

Für eine flexibel den Notwendigkeiten angepasste Beibehaltung der Teilnehmerverzeichnisse auch in Printform spricht, dass gerade für ältere Mitbürger/innen diese oft aufgrund ihrer noch nicht vorhandenen digitalen Teilhabe die einzige Möglichkeit darstellen, Kontakt mit Handwerkern, Ärzten, anderen wichtigen Dienstleistern oder Freunden, Bekannten und Verwandten herstellen zu können. Diese Kommunikationsgrundlagen dürfen gerade für diese wichtige Zielgruppe nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt und gefährdet werden.

>> Teilnehmerverzeichnisse in Printform machen nach wie vor Sinn

Teilnehmerverzeichnisse gerade jetzt in einer Phase des digitalen Wandels ohne zwingenden Grund nicht mehr als UDL einzustufen, könnte eine weitere negative Entwicklung für deren Anbieter beschleunigen und zudem gerade von den OTT als Zeichen verstanden werden, die bereits jetzt bei ihnen vorhandenen Daten entsprechend zu nutzen, damit neue Geschäftsmodelle aufzusetzen und zu Lasten der KMU und der Verbraucher neue Bundleangebote und Markteintrittsbarrieren zu errichten. So würde ein weiterer erheblicher Teil der Wertschöpfungskette dorthin abfließen und so zu einer weiteren Stärkung der OTT-Dienste führen und zudem die bewusst herbeigeführte Trennung der Märkte des Verzeichnisses und der Auskunft vom Geschäft der Carrier konterkarieren.

Der [vdav] setzt sich darüber hinaus dafür ein, auch weitere Anbieter von Telemediendiensten wie insbesondere die Dienste des Konzerns Facebook, der mit seinen Services Silos geschaffen hat, durch deren Netzwerkeffekte dem Nutzer keine Auswahlmöglichkeit alternativer Dienste sinnvoll möglich sind, gleichen Rahmenbedingungen zu unterziehen und ein level playingfield für alle Marktteilnehmer sicher zu stellen. Wir plädieren hier für eine Erweiterung der Universaldienstleistung, um das Grundrecht auf Gefundenwerden auch für diese Kommunikationsdienste bindend zu gestalten.

>> Teilnehmerverzeichnisse als Universaldienst wirken gegen globale Netzwerkeffekte der großen Ökosysteme

Es sollte daher im unmittelbaren Interesse aller politischen Entscheider stehen, das Standing der Anbieter von Teilnehmerverzeichnissen nicht durch unnötige Einschnitte weiter zu verschlechtern, sondern diese unverzichtbaren Services zu unterstützen, um die Wertschöpfung innerhalb des Landes zu stärken und nicht durch die Streichung der UDL mittelbar zu einer unter Umständen dramatischen Einschränkung der Wettbewerbssituation für KMU und Verbraucher beizutragen.

>> Stärkung der lokalen Struktur bei Angeboten lokaler KMU

Teilnehmerverzeichnisse, die in Deutschland von rund 120, meist mittelständisch geprägten, oft familiengeführten Medienunternehmen als Offline- und Digital-Angebote zur Verfügung gestellt werden, erfüllen aus unserer Sicht nach wie vor eine unverzichtbare und zwingend notwendige Aufgabe zur Sicherung der Kommunikation auch und gerade außerhalb geschlossener Netzwerke oder Angebote von OTT und damit einen immer noch absolut notwendigen Grundversorgungsauftrag. Rund 10.000 Arbeitsplätze in den etablierten Unternehmen und bei deren Dienstleistern und vor allem die rund 30 Milliarden Euro Umsatz, die über Teilnehmerverzeichnisse an die lokalen KMU vermittelt werden, werden durch eine Streichung der UDL akut ohne tatsächliche Notwendigkeit gefährdet.

>> Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und damit lokaler Steuereinnahmen und Arbeitsplätze

In dieser schwierigen Situation halten wir eine Streichung der Teilnehmerverzeichnisse als UDL daher für absolut unangebracht und schlagen vor, sie vorerst noch als UDL beizubehalten und die Gesamtsituation nach einem Zeitraum von drei oder vier Jahren einer erneuten Überprüfung zu unterziehen.

Nicht zuletzt aus Gründen der Nachhaltigkeit möchten wir allerdings zudem vorschlagen, von der generellen Verpflichtung zur Vorhaltung eines gedruckten Verzeichnisses abzurücken und stattdessen in § 78 Abs. 2 Ziff. 3 eine alternative Absicherung durch ein gedrucktes oder digitales öffentliches Teilnehmerverzeichnis vorzusehen.

[vdav] Positionen zur anstehenden Novelle des Telekommunikationsgesetzes

Wichtige Informationen und Verhaltensregeln zu Coronavirus

Hier finden Sie wichtige Informationen und Verhaltensregeln zu Coronavirus: weiter

Digital School Services von der Telekom

Die Telekom bietet in einer Aktion 100 Schulen ein Jahr lang den „Digital School Service“ kostenlos an. Rund 350 Expert:innen der Telekom unterstützen Lehrkräfte bei Problemen mit Windows, Apple macOS, iOS, Android und Standard-Software. Dazu gehören die Installation von Apps sowie der Aufbau und Betrieb eines WLANs. Ebenso werden Fragen zu Microsoft 365 Business Basic, Microsoft Teams oder Cisco WebEx beantwortet. Zum Zuge können 100 Schulen kommen, die sich bis zum 28. Februar 2021 bewerben und eine Zusage erhalten. weiter

Teleguard positioniert sich als sicherer Messenger

Mit Teleguard präsentiert das Schweizer Technologieunternehmen Swisscows, das auch eine gleichnamige Suchmaschine betreibt, eine weitere Alternative zu WhatsApp. Der Messenger für Android und iOS bietet End-to-End-Verschlüsselung und unterliegt den Schweizer Datenschutzgesetzen. Der Anbieter verspricht, eigene Server zu nutzen und nicht auf andere Cloud- oder Hosting-Dienste zuzugreifen. Der Dienst lässt sich ganz ohne Angabe personenbezogener Daten nutzen. Die Nutzeridentifikation erfolgt einzig über eine achtstellige ID oder einen QR-Code. weiter

ViacomCBS: Video-Streaming-Dienst Paramount+ soll am 4. März starten

ViacomCBS schickt nun Paramount+, der auf CBS All Access basiert, ins Rennen, um mit Netflix & Co. zu konkurrieren. Unklar ist, wann ViacomCBS Paramount+ in Deutschland anbieten wird. weiter

Studie: Deutsche vertrauen Facebook, Twitter und Tiktok nicht

Eine repräsentative Studie zeigt, dass deutschen Netznutzern einiges an Datenschutz liegt. Wenn es um Vertrauen geht, schneiden der Staat, Huawei, Facebook, Twitter und Tiktok schlecht ab. weiter

Netflix knackt Rekordmarke von 200 Millionen Nutzern

Netflix gewann in 2020 36,5 Millionen neue Abonnenten, allein 8,5 Millionen im 4. Quartal. Der US-Streamingdienst übertraf so sogar die eigenen Erwartungen um 42 Prozent und kann sein Tagesgeschäft künftig ohne neue Schulden bewältigen. weiter

Über WeChat laufen E-Commerce-Transaktionen von 250 Milliarden US-Dollar im Jahr

Über Mini-Programme innerhalb der chinesische Messenger-App WeChat können User shoppen, Essen bestellen oder auch ein Taxi rufen. Das jährliche Transaktionsvolumen beläuft sich mittlerweile auf knapp 250 Milliarden US-Dollar. weiter

Wildberries startet in Deutschland

Der Anbieter Wildberries aus Russland ist jetzt auch für Kundinnen und Kunden aus Deutschland da. Im Sortiment sind Bekleidung, Spielzeug, Elektronikgeräte, Werkzeuge und Deko-Gegenstände. In Russland zählt das Unternehmen zu den größten E-Commerce-Anbietern. Gegründet wurde Wildberries im Jahr 2004. Seinerzeit wurden Produkte der Otto-Gruppe weiterverkauft, bevor diese selbst in den russischen Markt eintrat. weiter

WhatsApp schiebt Einführung der neuen Datenschutzregeln auf

In den vergangenen Tagen meldeten WhatsApp-Konkurrenten plötzlich Millionen Neuzugänge. Der Grund: Facebooks Chatdienst schreckte seine Nutzer mit Änderungen beim Datenschutz auf. Jetzt zieht WhatsApp die Notbremse. weiter

Online-Handel in Düsseldorf: Suchmaschine für lokalen Handel gestartet

Das regionale Online-Angebot soll mit der Internetseite „Shoptimist“ besser zu finden sein. Für Macher Till Breckner geht’s um Grundsätzliches. weiter

Duckduckgo erhält erstmals 100 Millionen Suchanfragen pro Tag

Die Suchmaschine knackte erstmals in der eigenen zwölfjährigen Geschichte die 100-Millionen-Marke bei Suchanfragen, weil viele Nutzer bei der Suche nach Informationen zur WhatsApp-Datenschutzänderung die Google-Alternative bevorzugten. weiter

Google schließt Fitbit-Übernahme ab

Nachdem die EU-Wettbewerbshüter grünes Licht für die Übernahme von Fitbit gegeben hatten, gibt Google nun den Abschluss des Deals bekannt. Der Fitness-Spezialist Fitbit ist nun offiziell ein Teil von Google. weiter

Hype um Clubhouse: Was ist diese Social-App eigentlich

Clubhouse ist eine Audio-only-App, bei der du Gesprächen wie bei einem Live-Podcast lauschen oder dich aktiv an Diskussionen beteiligen kannst. Keine Kommentare, keine Likes, keine eingeschaltete Kamera, aber auch keine einfache Teilnahme: Denn wer mitmachen will, benötigt eine Einladung! weiter

Bei Telegram werden Telefonnummern von Facebook-Usern verkauft

Ein Bot soll bei der Messenger-App Telegram Hunderte Millionen Telefonnummern von Facebook-Usern anbieten. Um sie zu erhalten, müsse man nur die Facebook-ID eines Profils angeben. Woher die Daten stammen, ist unklar. weiter

Bundestag beschließt neues Digitalisierungsgesetz - Google, Facebook und Co. werden eingeschränkt

Das neue Digitalisierungsgesetz sieht eine Verschärfung des Kartellrechts vor. So soll die Marktmacht von Unternehmen wie Google oder Facebook reglementiert werden, etwa durch eine „Effektivierung der Fusionskontrolle“. weiter

Mehr Informationsrechte für Nutzer von Online-Marktplätzen

Wenn ein Preis automatisiert erstellt wird, müssen Betreiber von Online-Marktplätzen dies deutlich machen. Das beschloss das Bundeskabinett. Ziel ist es, mehr Rechtssicherheit und Transparenz in der digitalen Welt zu schaffen. weiter

Markenrecht: OLG Düsseldorf ändert aufgrund einer EuGH-Entscheidung die BGH-Rechtsprechung

In einem Rechtsstreit zwischen Anwälten über die Verantwortung für rechtswidrige Markennutzung Dritter legte das OLG Düsseldorf dem EuGH eine Frage zur Auslegung des Markenrechts vor, was – nach der EuGH-Entscheidung – zur Abweichung von der gängigen BGH-Rechtsprechung führte. weiter

Bitkom-Branche wieder auf Wachstumskurs

Nach dem Corona-Schock und vorübergehend rückläufigen Umsätzen stehen die Zeichen in der Bitkom-Branche 2021 wieder auf Wachstum. Der deutsche Markt für IT, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik soll in diesem Jahr um 2,7 Prozent auf 174,4 Milliarden Euro wachsen. Bis zum Jahresende werden die Unternehmen in Deutschland voraussichtlich 20.000 zusätzliche Jobs schaffen. Aktuell sind 1,2 Millionen Menschen in der Branche beschäftigt. Schon in den Schlussmonaten des vergangenen Jahres hat sich das Geschäftsklima überwiegend positiv entwickelt. Mit 19,7 Punkten kletterte der Bitkom-ifo-Digitalindex im Dezember auf den höchsten Stand seit Februar 2020. Das gab der Digitalverband Bitkom zum Jahresauftakt in Berlin bekannt. weiter

Google plant offenbar Anrufe aufzuzeichnen

Google plant offenbar eine neue Funktion in die Telefon-App einzubauen. Danach sollen Anrufe "unbekannter Anrufer" automatisch aufgezeichnet werden. Die Rechtslage für solche Aufzeichnungen ist in den Ländern unterschiedlich. Über eine kurze Ansage sollen beide Teilnehmer zu Beginn des Gesprächs über die Aufzeichnung informiert werden. Möglich also, dass unerwünschte Anrufe durch die Funktion in Zukunft zurückgehen. weiter

Vodafone-Analyse: Deutschland telefoniert länger

Vodafone teilt mit, dass 2020 über 28 Milliarden mobile Telefonate geführt wurden. Das durchschnittliche Gespräch dauerte 3 Minuten und 20 Sekunden. Das sind 35 Sekunden mehr als im Vorjahr. Im Festnetz stieg die Gesprächsdauer um 30 Sekunden auf 4:30. Lockdown und Homeoffice führten damit zu einer Renaissance des Telefongesprächs, nachdem in den Vorjahren vor allem die Nutzung von Messangerdiensten die Zahlen stagnieren ließen. Der Verbrauch des mobilen Datenvolumens stieg um 37,5 Prozent auf 1,13 Milliarden Gigabyte. weiter

Deutsche Telekom möchte T-Mobile Niederlande verkaufen

Die Deutsche Telekom sucht laut einem Bericht erneut Käufer für ihre niederländische Tochter. Der Konzern hofft demnach auf 4 bis 5 Milliarden Euro Erlös. weiter

Wichtige Änderung bei Kurzarbeit und (Rest-) Urlaub

Die Agentur für Arbeit hat die Fachlichen Weisungen zum Kurzarbeitergeld dahingehend aktualisiert, dass im Jahr 2021 Urlaubsansprüche der Arbeitnehmer zur Vermeidung von Kurzarbeit vorrangig eingebracht werden müssen. Dies gilt auch für übertragbaren Resturlaub aus dem Jahr 2020. Urlaubswünsche der Arbeitnehmer gehen aber vor. weiter

Telekom nutzt vollautomatisierte Online-Identifizierung

Die Telekom führt als erster Telekommunikationsanbieter zur digitalen Identitätsfeststellung von Kunden das Verfahren der Nect GmbH ein. Selfie-Ident ist eine innovative und voll digitale Lösung zur Identifizierung von Kunden. weiter

Shop-Apotheke kauft MyTherapie-App

Die Shop Apotheke Europe kauft für über 50 Millionen Euro die MyTherapie-App der Münchner Smartpatient GmbH. Die App wird vor allem bei chronischen Erkrankungen eingesetzt und bietet ein digitales Medikationsmanagement. Nach eigenen Angaben nutzen die App vier Millionen Menschen. Das operative Geschäft soll von den Gründern und jetzigen Führungskräften fortgeführt werden. weiter

Soli, Steuern, Mindestlohn, Perso: Die Änderungen 2021

Einige Gesetze und Regeln ändern sich 2021. Viele der Neuerungen können für den Einzelnen von Vorteil sein: Der Soli wird abgeschafft, Mindestlohn wird erhöht - aber auch die Kfz-Steuer steigt für viele. Zwölf Neuerungen, die 2021 in Kraft treten. weiter