September 2025

Horst Dreßel verstorben

Der [vdav] trauert mit der Schlüterschen in Hannover um den Verleger Horst Dreßel, der bereits am 10. August 2025 im 95. Lebensjahr verstorben ist.
Mit dem Tod von Horst Dreßel verliert die Schlütersche einen sehr engagierten Kommanditisten, der seit 1962 über 30 Jahre als geschäftsführender Gesellschafter die Geschicke des Hauses erfolgreich gelenkt hat, und sich auch in der Folge als Vorsitzender der Heinrich-Ludwig-Hartmann-Gedächtnisstiftung in großem Maße um die Schlütersche verdient gemacht hat.
Horst Dreßel hat sich während seiner Tätigkeit für die Schlütersche insbesondere stark für die die Entwicklung der Gelbe Seiten und der Teilnehmerverzeichnisse insgesamt engagiert und hatte führende Rollen in der Verlegergemeinschaft inne. Die Branche hat mit ihm einen höchst verdienten Unternehmer verloren.
Dem Verstorbenen lag das Wohl der Schlüterschen und seiner Mitarbeiter immer sehr am Herzen.
Wir alle werden uns mit Freude und großer Dankbarkeit stets seiner erinnern und ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
Unser Beileid und unsere Anteilnahme gehört der Familie. Die Beisetzung fand im engsten Familienkreis statt.

Kommission setzt Google Grenzen

Wichtiges Signal für konsequente Durchsetzung des Kartellrechts in digitalen Märkten

Die deutsche Medien- und Werbewirtschaft begrüßt die Entscheidung der Europäischen Kommission, Google wegen Missbrauchs seiner Marktmacht im Bereich der Online-Werbetechnologie („AdTech“) zu sanktionieren und den Konzern zur Beseitigung seiner Inte-ressenkonflikte zu verpflichten. Damit folgt die Kommission den Beschwerden der Branche, die seit Jahren auf die gravierenden Wettbewerbsverzerrungen durch Googles Selbstbevor-zugung hingewiesen hatte.

Google muss seine rechtswidrigen Praktiken beenden und innerhalb von 60 Tagen darlegen, wie es die Konflikte entlang der AdTech-Wertschöpfungskette wirksam ausräumt. Andernfalls wird die Kommission selbst Maßnahmen ergreifen – in einem ersten Schritt durch klare Vor-gaben und Auflagen, im weiteren Verlauf notfalls auch mit strukturellen Eingriffen. Dieses schrittweise Vorgehen verdeutlicht, dass die EU-Kommission konsequent auf die Einhaltung ihrer Regeln achtet.

„Dass diese Entscheidung trotz der zeitlichen Verzögerung nun erfolgt, ist ein sehr wichtiger Schritt. Er stärkt die Rolle des Kartellrechts bei der Korrektur von Fehlentwicklungen im Wett-bewerb und macht es zu einem scharfen Schwert für eine funktionierende Marktordnung in Europa. Die Botschaft ist klar: Regeln gelten für alle und werden angewendet – ohne Aus-nahme. Funktionierende Werbemärkte mit fairem Wettbewerb sind das Rückgrat der Refinan-zierung privater Medien. Sie sichern Medienvielfalt und gewährleisten ein Level Playing Field für alle Marktteilnehmer“, so ein Sprecher der Verbände.

Die Verbände betonen zugleich: Der eingeschlagene Weg muss konsequent fortgeführt wer-den – bei der Umsetzung des Digital Markets Act (DMA) ebenso wie angesichts der Dynamik im Bereich Künstliche Intelligenz. KI wird zunehmend in bestehende Dienste integriert und droht die Marktmacht der BigTech-Unternehmen wie Google oder Apple weiter zu festigen. Umso wichtiger ist es, dass die EU-Kommission mit klarer Handlungsbereitschaft auftritt. Ge-rade im AdTech-Bereich trägt dies entscheidend zur Stärkung der europäischen Souveränität und damit zur Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Digitalwirtschaft bei.


Ansprechpartner der Verbände:

BDZV - Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger e. V.
Helmut Verdenhalven, Mitglied der Geschäftsleitung / Leiter Medienpolitik
www.bdzv.de

IVW - Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V.
Dr. Kai Kuhlmann, Geschäftsführer
www.ivw.de

Markenverband e.V.
Dr. Andreas Gayk, Stellv. Hauptgeschäftsführer
http://www.markenverband.de

Die Mediaagenturen e.V.
Klaus-Peter Schulz, Leiter Office Nord
www.diemediaagenturen.de


MVFP - Medienverband der freien Presse e. V.
Prof. Dr. Christoph Fiedler, Geschäftsführer Europa- und Medienpolitik
www.mvfp.de

OWM Organisation Werbungtreibende im Markenverband
Susanne Kunz, Geschäftsführerin
www.owm.de

VAUNET - Verband Privater Medien e. V.
Hartmut Schultz, Pressesprecher
www.vau.net

[vdav] Verband Deutscher Auskunfts- und Verzeichnismedien e.V.
Rhett-Christian Grammatik, Geschäftsführer
www.vdav.org

 

EU Kommission verhängt 2.95 Milliarden Euro Strafe gegen Google

Die Europäische Kommission hat gegen Google eine Geldbuße in Höhe von 2.95 Milliarden Euro verhängt, weil es gegen das EU-Kartellrecht verstoßen hat, indem es den Wettbewerb in der Werbetechnologiebranche („adtech“) verzerrt hat. Konkret wirft sie den Unternehmen vor, seine eigenen Technologiedienste für Online-Werbeanzeigen zum Nachteil konkurrierender Anbieter von Werbetechnologie, Werbetreibenden und Online‑Publishern zu bevorzugen. Die Kommission hat Google angewiesen, i) diese Praxis der Selbstbevorzugung einzustellen, und ii) Maßnahmen zur Abstellung der inhärenten Interessenkonflikte entlang der Adtech-Wertschöpfungskette zu ergreifen. Google hat nun 60 Tage Zeit, um die Kommission darüber zu informieren, mit welchen Mitteln es diesen Anordnungen nachkommen wird.

 

Die ausführliche Presseinformation der Kommission finden Sie hier.